Limes, Römer

Bereits wenige Kilometer südlich vom Brombachsee, zwischen Thannhausen und Rittern stoßen wir auf den Limes oder wie im Volksmund genannt "Die Teufelsmauer".

Zwischen Rittern und Thannhausen befinden sich neben einem Feldweg die Reste eines Römischen Wachturms. Stellen Sie sich einmal auf die Mauern des Wachturms und blicken Sie nach Osten und Westen. Genau entlang des Feldweges ist der Verlauf des Limes. Sie erahnen vielleicht nun die mächtige Wirkung der Mauer. Nun blicken Sie einmal nach Süden und dann nach Nordwesten. Zum einem haben Sie im Süden einen schönen Blick auf den Brombachsee, bzw. ins Gebiet der Germanen. Z Die Grundmauern der Badeanlage wurden Restauriert und eine Schautafel beschreibt die einzelnen Bereiche der Badeanlage. Vom Kastell ist leider nicht mehr viel zu sehen. Lediglich eine Steinesäule markiert eine Ecke des Kastells. Die anderen Ecken werden durch Baumgruppen markiert. Im Umfeld des Kastells wurde 1974 ein sehr gut erhaltener Reiter-Paradehelm gefunden. Dieser ist in der Prähistorischen Staatssammlung in München ausgestellt.

Laut Sage vorderte der Teufel von Gott ein Stück Land zur Altersvorsorge und Gott stimmte mit einer Bedingung zu.

Der Teufel solle alles Land erhalten, welches er in einer Nacht, bis vor dem ersten morgendlichen Hahnenschrei, mit einer Mauer umschließen könne.

Natürlich hatte sich der Teufel, in seiner Habgier, verkalkuliertund er schaffte es nicht, trotz seiner vielen Helfer, die Mauer bis zum Morgengrauen fertigzustellen. Der Hahnenschrei war bereits zu hören und es fehlte noch ein riesiges Stück. Resigniert und voller Zorn über diese List zerstörte er das unvollendete Mauerwerk und fuhr von Dannen. Mitlerweile kennen wir die tatsächlichen Erbauer und die Bauzeit. Erbaut von den Römern Anfang des dritten Jahrhunderts zum Schutz gegen die wilden Germanen..

Weißenburg i. Bay.

Die ehemalige Römer- und Freie Reichsstadt liegt am Rand der südlichen Frankenalb. Historische Altstadt mit gut erhaltener Stadtmauer. Vielfältiges Kultur- und Freizeitangebot; Festspielsommer auf der Freilichtbühne "Bergwaldtheater"; breites Führungsangebot (Römer, Mittelalter, Wülzburg, Stadtwald). Sehenswert    

Römermuseum mit 156-teiligem Schatzfund, Kastell Biriciana mit rekonstruiertem Nordtor, Römische Thermen; Reichsstadt-, Apotheken- und Brauereimuseum; mittelalterliches Stadtbild: Ellinger Tor, Gotisches Rathaus, St.-Andreas-Kirche mit Schatzkammer, malerische Seeweiherpartie; Hohenzollernfestung Wülzburg.    

Nordtor Kastell Biriciana mit rekonstruiertem Nordtor Auf leichter Anhöhe im Westen der heutigen Stadt, über 3 ha groß; Besatzung war eine Reitereinheit. Umwehrung und bekannte Innenbauten durch Steinplatten gekennzeichnet, Nordtor nach wissenschaftlichen Ausgrabungen in voller Höhe rekonstruiert.  

 

Thermenanlage Römische Thermen als Museum zugänglich 220 m westlich des Steinkastells. Vollständig ausgegrabenes und restauriertes Militär- und Zivilbad. Die Befunde sind unter einem Schutzbau als Thermenmuseum zugänglich, mit 65 m auf 43 m Grundfläche bilden sie die gröŸte Thermenanlage in Süddeutschland.    

 

Römermuseum Martin-Luther-Platz 3: Wenige Meter von den großen Thermen entfernt wurde ein Hortfund aus Bronzestatuetten bester Qualität, Paraderüstungsteilen und vielen anderen Kostbarkeiten entdeckt, der heute den Grundstock des Weißenburger Römermuseums, eines der bestbesuchten Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung München, bildet. Im Erdgeschoß diese Gebäudes wird 2006 das Limes-informationszentrum für den Bereich Bayern eingerichtet.

Limes als Damm, zwischen Weißenburg und Burgsalach Nördlich von Oberhochstatt (südlich von Wachtposten 14/40) folgt die eindrucksvollste Strecke in Bayern. Der Limes zieht als Damm kilometerweit und schnurgerade durch die Landschaft und ist deutlich kenntlich durch eine Hecke ("Pfahlhecke"). Information    

Amt für Kultur und Touristik im Römermuseum Martin-Luther-Platz 3-5 91780 Weißenburg i. Bay.
Tel. 0 91 41 / 90 71 24 Fax 0 91 41 / 90 71 21

oder auf der Seite des Fränkischen Seenland.

Märzenbecherwald bei Ettenstatt

Frühlingswunder im Wald

Ein besonders seltenes Spiel der Natur kann man alljährlich von Ende Februar bis Anfang April am Albrand zwischen Ettenstatt und Kaltenbuch beobachten. Wie ein Teppich breiten sich dort zwischen Laubbäumen Tausende von leuchtenden Frühlingsknotenblumen mit ihren dunkelgünen Blättern aus. Botaniker führen das Ereignis auf den sumpfigen Moorboden zurück, der dem Zwiebelgewächs sehr gut bekommt. 

Der Märzenbecherwald verdankt seinen Namen dem Vorkommen der Frühlingsknotenblume, im Volksmund auch Märzenbecher genannt. Es handelt sich um den größten Bestand im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen im südlichen Mittelfranken. Dass man die Blumen weder pflücken noch ausgraben darf, versteht sich von selbst. Auch sollten Besucher keinesfalls von den ausgeschilderten Gehwegen abweichen, die Blumen würden sonst schnell zertrampelt werden und dieses einmalige Naturdenkmal Schaden erleiden. 

Der Märzenbecher (Leucojum vernum L.) blüht manchmal (je nach Witterung) sehr früh. Der Laubwald lässt im Frühjahr das Sonnenlicht bis auf die keimenden Frühlingsblüher durch. In ihrer kurzen Entwicklung entfalten sie die Blüten noch vor dem Austrieb der Bäume. Die weiße Blütenpracht wird von Bienen bestäubt, beim Ausbleiben der Insekten findet eine Selbstbefruchtung statt. Die Pfanze enthält ein giftiges Alkaloid. Sie liebt den sickerfeuchten Standort unter den Laubgehölzen. Auch ihre Verwandtschaft mit dem bekannteren Schneeglöckchen erkennt man an Blatt und Blüte. Der Bestand dieses attraktiven Frühblühers ist jedoch gefährdet. Um den Hang in seiner jetzigen Vielfalt zu erhalten, wurde der Wald 1988 als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Steinerne Rinne

Ca. 15 Km vom Brombachsee, bei Ettenstatt, liegt die kleine Gemeinde Rohrbach. Hier hat sich im Laufe der Zeit, ein ganz besonders Natuerdenkmal gebildet.
"Die Steinerne Rinne"
Eine 80m lange Rinne auf einem bis zu 1,0 Meter hohen Kalktuffdamm. In dieser Rinne schießt das Wasser aus der Quelle ins Tal hinunter.
Dabei lagert sich Tuff ab, der den Damm jedes Jahr etwas "wachsen" lässt Vorzugsweise sollten Sie sich diese Naturdenkmal im April ansehen. Denn, im April sehen und riechen Sie hier noch etwas Wunderbares.

Eine riesige Fläche mit Bärlauch.

Dieses typisch heimatliche Liliengewächs riecht sehr stark nach Knoblauch und wächst auf nährstoffreichen, grundwasserdurchzogenen Böden. Die großen Pflanzen sehen fast aus wie überdimensonale Maiglöckchen.

In letzter Zeit kommt diese, schon fast vergessene Pflanze, zu einer Renaissance in der Gastronomie.

Wir empfehlen Ihnen zum Beispiel unsere köstliche Bärlauch-Suppe.

Weitere Infos auf den Seiten Fränkische Seen.